19.11.2005 - A.N.G.S.T.
Momentan spiele ich alle möglichen
Horrorspiele querbeet, u.a. mein geliebtes Eternal Darkness für den
Gamecube. Schreiben möchte ich jetzt aber hauptsächlich über den wohl
momentan bekanntesten Vertreter des Genres, F.E.A.R.
Ohne mich weiter über den Namen auszulassen (F.E.A.R. == First
Encounter Assault Recon, denkt was ihr wollt), bin ich doch angenehm
von dem Spiel überrascht, wenn es auch kein Meilenstein ist.
Entwicklet wurde es von der Spieleschmiede Monolith, deren jüngste
Spiele durch einen tollen Inhalt und eine mieserable Engine überzeugen
konnten. Naja, mieserabel ist vielleicht etwas übertrieben, aber es
gibt bei weitem bessere. Wie auch immer, auf ihre Kappe gehen FPS wie
N.O.L.F. (sehr gut!), AVP2 (kein Kommentar) und N.O.L.F. 2 (auch gut,
wenn auch eher schlecht im Vergleich zum ersten Teil). Scheinbar mögen
die Jungs Abkürzungen ....
Aber zu F.E.A.R. Im Spiel schlüpft man in die Rolle eines
Spezialagenten, der leider sehr farblos rüber kommt, da er, wie in der
Post-Half-Life´ischen Welt oft üblich, kein Wort im ganzen Spiel
spricht und niemals gezeigt wird. Nett fällt dafür an ihm das Feature
des Body Awarness auf (welches ich immer wieder gerne sehe), was nur
bedeutet dass die Spielfigur ein wirkliches Model hat und man nicht nur
die Hände samt zugehöriger Waffe sondern auch die Beine, Füße, etc.
sieht, wann man nur an sich herunter schaut (weitere Beispiele sind
Thief - Deadly Shadows und The Chronicles Of Riddick - Escape From
Butcher Bay). Im Laufe der Handlung ballert man sich durch Horden von
Klonsoldaten und Sicherheitspersonal, welche die üblichen Ziele
verfolgen: sie wollen erschossen werden. Um ihnen diesen Gefallen zu
tun, hat man nicht nur ein Arsenal an einfallslosen Schiesseisen zur
Hand, sondern auch die von Max Payne bekannte Bullet-Time. Das mag zwar
nicht innovativ sein, macht aber eine Menge Spaß, vor allem wegen der
Grafik des Spiels. Die wirkt auf den ersten Blick für heutige
Verhältnisse eher schlecht (Models O.K., Umgebung kein Vergleich zu
Doom³ oder Half-Life 2), offenbart aber in der Zeitlupe ihre Stärken.
Kugeln verdrängen die Luft und hinterlassen ihre sichtbaren Bahnen,
getroffene Gegner ziehen im Sturz zu Boden immer noch den Abzug durch,
was für viele bunte Funken an Wänden, Böden und auch Decken führt und
der Rauch aus den Läufen der Waffen sowie dem Putz der Wände lässt
schon nach wenigen Sekunden die Sicht schwinden. In diesen kurzen
Momenten ist das Spiel auf jeden Fall sehr mitreissend. Da verzeiht man
es, dass die spärliche Kampfsportfunktion (zwei verschiedene Tritte und
der Schlag mit dem Kolben der Waffe), welche im Vorfeld angepriesen
wurde, eigentlich nie Sinn macht, sie einzusetzen.
Aber das wichtigste bei einem solchen Spiel ist natürlich der
F.E.A.R.-Faktor (man, bin ich genial!). Der fällt wie zu Erwarten wenig
subtil aus, sondern setzt auf Schockmomente. Diese sind dafür auf jeden
Fall sehr gut gewählt und haben bei mir schon des öfteren ihre Wirkung
gezeigt. Näher möchte ich nicht auf sie eingehen, weil es sie einfach
ruinieren würde. Belassen wir es dabei, dass sie sehr gut sind.
Zu guter Letzt noch ein Wort zur Geschichte. Zwar habe ich das Spiel
noch nicht durch (die monotonen Umgebungen sowie die ewig gleichen
Gegner sorgen dafür, dass man das Spiel nicht Stundenlang spielen
kann), aber ich bin mir doch recht sicher, wie es ausgehen wird, und
dass schon nachdem ich das Intro gesehen habe. Also werde ich entweder
völlig überrascht werden (was zwar schön wäre, ich es aber nicht
glaube), oder bestätigt. Es kommt wahrscheinlich darauf an, wieviel
Geschichten dieses Types man schon gespielt, gesehen oder gelesen hat,
um einen weiteren Klon zu erkennen, aber ich denke schon dass der
Durchschnittspieler recht schnell erkennen wird, was Sache ist.
Fazit: Ein gutes Spiel, welches man, sofern man Horror oder (ein
logisches Oder, lässt auch beides zu!) FPS mag, ruhig mal anspielen
sollte. Es hat seine Stärken, es hat seine Schwächen, aber in meinen
Augen überwiegt ersteres zweiteres weit genug, dass mans Spaß haben
kann.
....... Trotzdem warte ich immer noch das DAS Spiel, welches Clive
Barker´s Undying ablösen kann ..... wann veröffentlichen die endlich
CoC: DCoTE für den PC ......
|
|
Kommentare (0) :: Permanenter Link
|
1.11.2005 - Dann wollen wir mal & ein bisschen Quake 4
Hallo allerseits. Da mir gerade ziemlich
langweilig ist, kam ich kurzerhand auf die Idee, einen eigenen Blog
zustarten. Mal abwarten, wie lange ich dabei bleibe und ob dies
überhaupt jemand mit Interesse verfolgen wird. Es würde mich ehrlich
gesagt wundern, aber es sind schon ganz andere Sachen passiert ... Hauptsächlich
wird es hier wohl über Computer- und Videospiele gehen, nebenher
vielleicht auch noch über andere Dinge, die mich interessieren wie
z.B.Filme allgemein, der Cthulhu-Mythos oder die gesamte Alien /
Predator Thematik.
Also fange ich mal an. Heute morgen habe
ich Quake 4 deinstalliert, ohne es durchgespielt zu haben. Ich bin
nicht enttäuscht, denn um ehrlich zu sein habe ich mir von diesem Spiel
nichts erhofft. Dazu war Doom³ letzter Jahr eine zu große Enttäuschung.
Zwar war hier natürlich Raven und nicht id am Werk und das merkt man
meiner Meinung nach auch, Quake 4 würde ich Doom³ jederzeit vorziehen,
aber mehr auch nicht. Die Level sind abwechslungsreicher (und heller!),
allerdings beschränkt sich diese Abwechslung auch nur auf den Wechsel
zwischen dreckigen Metallgängen und tristen (sagen wir sehr tristen)
Aussenarealen. Es gibt einige wenige wirklich gute Szenen im Spiel, wo
man wirklich das Gefühl hat, sich mitten im Krieg zu befinden, aber
ansonsten ist es halt nur der üblichen FPS ohne eine Handlung, die sich
lohnt, verfolgt zu werden. Das ist meiner Meinung nach sowieso das
größte Problem der meisten Actionspiele. Was interessieren mich tolle
Effekte (s. Doom³) oder eine schlaue KI (s. Far Cry), wenn der Grund
für die ganze Konflikte entweder gar nicht vorhanden ist oder in völlig
unbefriedigender Weise hastig erläutert wird (auch dafür ist Far Cry
leider ein Paradebeispiel).
Beispiele, wie man es richtig macht, sind auf jeden Fall in meinen
Augen No One Lives Forever, Aliens Versus Predator 2, die beiden
Half-Life Teile und des weiteren (wenn man den engen Kreis der FPS
verlässt) ohne Zweifel System Shock 2 und Deus Ex.
Hat noch jemand das Gefühl, dass die Spiele im Laufe der Jahre immer schöner und schlechter wurden?
|
|
Kommentare (0) :: Permanenter Link
|
|
Über mich
Links
• Startseite
• Profil
• Archiv
|